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Zug um Zug zügig zügeln

Neugierig drängten sich die Mitglieder, Gäste und Freunde des Museums Wittenbach am 5. Juni in den Saal vom Schloss Dottenwil zur Hauptversammlung. Mit „gratus“, ein lateinisches Wort für grüssen, das „dankbar und willkommen“ heissen soll, stimmte der Präsident die Versammelten auf den Abend und den Jahresbericht ein.


Wer glaubt, das Museum befasse sich nur mit der Vergangenheit, liege daneben, betonte Alfred Zwickl. Vorsätze gab es genügend, wie etwa der Aufbau einer neuen Führungsstruktur, das Vollenden begonnener Dauerausstellungen oder das Inventarisieren der Museumsgegenstände. Der Vorstand glaubte im 2014/15 den Zielen näher zu kommen, doch die angesagte Überbauung des Oedenhofs öffnete ein total neues Feld, das sich in die Zukunft ausstreckt. Zug um Zug liess der Versammlungsleiter die vergangenen Jahresereignisse passieren, welche die immense Fülle des Geleisteten in Erinnerung rief. Mit dem Dank an alle Mitwirkenden, an den Gemeinderat, vertreten durch Präsident Fredi Widmer und Thomas Zünd, Präsident der Ernst-Kohler-Stiftung, endete der Rückblick, was Albert Etter veranlasste, mit gekonnten, lobenden und Dank sagenden Worten darauf hinzuweisen, welcher Einsatz hinter den verbalen Aufzählungen verborgen sei, worauf  die HV seine Ausführungen mit Applaus bedachte und den Jahresbericht genehmigte.


Die restlichen Traktanden erledigten sich rasch. Revisor Werner Menzi liess über die von Kurt Jauslin sehr gut geführte und mit positivem Abschluss präsentierte Rechnung abstimmen und den Kassier entlasten. In Globo und mit Akklamation erfolgte die Wahl des bisherigen Vorstandes, der vorgängig das langjährige Vorstandsmitglied Ueli Meyer mit einer Würdigung verabschiedete und als Neuerung in der Museumsleitung ein Co-Präsidium zwischen Alfred Zwickl und Albert Etter bestätigen liess.


Mit herzlichem Dank wurden die seit Jahren im Museumsdienst stehenden Personen Elsie Stadler, Aktuarin, 10 Jahre; Felix Bölli, Revisor und Computerbetreuer, 15 Jahre, geehrt und beschenkt.


Der Ausblick, neugierig erwartet, war ganz auf das Abbruch- und Überbauungsprojekt im Oedenhof ausgerichtet. Museumsleiter Fredi Zwickl präsentierte mit informativen Bildern den Ist- Zustand der Museumsdepots, wobei im Focus das mitten in der Abbruchzone liegende Lager im ehemaligen Feuerwehrdepot stand. Pläne und Bilder des neuen Depots am Widenbach, (bei der uns wohlgesinnten Baufirma Thür), sowie bereits angegangene Zügelaktionen führten bildlich vor Augen, weshalb in nächster Zeit vermehrter Finanz- und Arbeitseinsatz besteht, dies ebenfalls im Nebenhaus vom Schloss Dottenwil, wo bereits vorbereitete Zimmer die Idee des Vorstandes verdeutlichten, in diesem Haus für delikatere, kompakte Sammlungen Schaulager einzurichten.


Es sei zwar noch kein konkreter Abbruchtermin vorhanden, der Vorstand wolle aber Zug um Zug, ohne Zugszwang und zügig die Museumssammlungen an die neuen Depotstandorte verlegen, so beendete Präsident Zwickl die Vorschau und mit den Dankesworten des Gemeinde- und Kohler- Stiftungspräsidenten endete wohl die Versammlung, nicht aber die weiterführenden interessanten Gespräche bei Getränk und Imbiss.


Text und Bild: (Pd Mu)

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