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Ökologische Aufwertung Naturschutzgebiet Ziegelei

Das letztmals im 2004 in einer Grossaktion geräumte Naturschutzgebiet Ziegelei ist wieder saniert. Hier im Bruggwald verlaufen 4.2 Hektaren mit Wiesen, Felsformationen, zwei Weiher und dem angrenzenden Waldstück quer durch die Siedlung. Das unter Naturschutz stehende Gebiet in der ehemaligen Lehmgrube mit angrenzendem Amphibienhaag zum Siedlungsgebiet und einem Leitwerk unter der Zufahrtsstrasse gilt als Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung.

Bei der Begehung erklärte Gemeindepräsident Fredi Widmer, dass den Umständen der natürlichen Entwicklung entsprechend, das Pflegeprogramm angepasst werden musste. Weiter schlussfolgernd könne man das Naturschutzgebiet nur mit gezielten Gestaltungsmassnahmen und einer intensiveren Pflege aufwerten und erhalten.

In den Vorwochen erfolgte bereits die Durchforstung durch den Ortsbürgerverein. Im Rahmen des ordentlichen Zivilschutzdienstes bearbeitete nun die regionale Zivilschutzorganisation das restliche schützenswerte Gebiet nach Plan. Als ideale Übung, bestätigte Zugführer Mathias Hess die Ausgangslage. Mit einem 30 Mann starken Zug war er die ganze Woche vollauf mit leichten Maschinen und sehr viel Handarbeit beschäftigt. Revierförster Benjamin Gautschi war vor Ort für die fachkundige Leitung der Gruppe verantwortlich. Der erste Schnitt von Wiesen und Schilfpartien erfolgte mit Motormähern. Im Nachhinein wurde mit Handmähern um die Steinhaufen, in Wasserbereichen sowie den Randzonen geschnitten. Heu und Schilf sammelte danach Bauer Walter Keller mit Traktor und Ladewagen ein. Mit dem speziellen Forsttransporter half Markus Osterwalder bei der grossen Räumung in diesem unwegsamen Gelände. Bewusst wurde die Befahrung durch schweres Gerät eingeplant, bekräftigte Gautschi die enormen Fahrrinnen. Es mache Sinn, den Boden einzudrücken und neue Tümpel sowie Unebenheiten einzubauen. Dies damit sich Wasser darin sammelt, der Laich der Amphibien gedeihen kann und dann wiederum schnell verdunstet. Denn im länger stehenden Wasser würde der Laich von Molchen und Kröten gegessen werden. Mit dem radikalen Kahlschlag von Bäumen und wucherndem Schilf sind die Weiher jetzt wieder freigelegt. Der Wald wurde bewusst zurückgestuft. Der neu gewonnene Freiraum begünstigt jetzt das neue Wachstum von hiesigen Sträuchern und Baumarten. Bei der ganzen Schlagräumung sind insgesamt gegen 150 m3, bzw. Festmeter Holz zusammengekommen. Als Holzschnitzel werden diese dem Heizkraftwerk Wittenbach später zugeführt. Mit den verschiedenen Schlussarbeiten am Haag und dem vorab vergrösserten Leitwerk unter der Strasse ist das Amphibienschutzgebiet jetzt wieder intakt.  Voraussichtlich werde nun alle 5 Jahre eine Grossräumung im Naturschutzgebiet stattfinden, prognostizierte Fredi Widmer. Mit dem neuen Pflegeplan beschränkt sich die jährliche Arbeit auf das Mähen und kleinere Räumarbeiten. Diese können problemlos durch die Gemeindemitarbeiter ausgeführt werden, erklärte Patrick Hersche zum Schluss des Rundgangs.


Text und Bilder: Alexander Fürer

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