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Öffentliche Informationsveranstaltung

Über 150 Bürgerinnen und Bürger nutzten die Informationsveranstaltung der Gemeinden zum regen Austausch mit den Behörden.
Primarschulratspräsidentin Ruth Keller erläuterte die wesentlichen Abweichungen des Voranschlages 2017 anhand der neusten Erkenntnisse. Der prognostizierte Aufwandüberschuss wird mit Fr. 487'000 veranschlagt. Verschiedene Projekte werden den künftigen Finanzbedarf und die Abschreibungen über die nächsten Jahre beeinflussen.
Mit dem Ersatz Dorfschulhaus stellte Ruth Keller das Projekt Schulhaus Grüntal mit der Dreifachturnhalle vor. Was über die Jahre koordiniert in Kommissionen und mit Fachleuten beurteilt wurde, steht heute als Neubauprojekt da. Im Vergleich zum Neubau Grüntal fiel das Vorhaben Ergänzungsbau Neuhus deutlich ab. Ein Ersatz sei der richtige Weg, bezeugte Ruth Keller. 

Verschiedene Redner setzten sich in der Folge für das Neubauprojekt ein. Ein Nein an der Urne würde eine enorme Verzögerung um weitere 10 Jahre nach sich ziehen. Man finde dies nicht korrekt gegenüber den Kindern, Lehrpersonen und dem Amt. Eine gute Schule sei wichtig für den Standort. Darüber hinaus sei das Projekt sorgfältig ausgearbeitet und überzeuge positiv. Der Steuerfuss bleibe auf längere Frist unangetastet und man sei heute und in naher Zukunft sogar in der Lage, Reserven zu bilden, bekräftigten andere.
Das Projekt sieht eine Investition von Fr. 25,15 Mio. vor. Hinzu komme der Landkauf mit Fr. 1,4 Mio., was in der Summe 
Fr. 26,55 Mio. sind. Dem gegenüber stehen die Optionen des Landverkaufs Neuhus an der Romanshornerstrasse über 
Fr. 10,5 Mio. und die Veräusserung der Schulhäuser Dorf. 

Keller und Widmer bestätigten, dass die Baulandbewertung Neuhus mit Fr. 550/m2 durch den HEV vorsichtig gewählt sei. Eine effektive Angabe zur Höhe des Verkaufspreises kann wie auch beim Schulhaus Dorf erst später gemacht werden. Einmal mehr bekräftigte Fredi Widmer, dass der Gemeinderat hinter dem Projekt steht und es befürwortet.
Ruth Keller und Fredi Widmer erklärten im Zusammenhang auch die Notwendigkeit der Dreifachturnhalle für die Vereine. In Wittenbach gibt es keine Möglichkeit ordnungsgemässe Hallenturniere abzuhalten.

Im Vergleich zur ersten Vorlage wurden weitere Einsparungen von über Fr. 2,1 Mio. eingespart. Architekt Diego Gähler von Gähler und Flühler erklärte dies mit den geänderten Brandschutzeinsparungen, den vielen Details- und Grundrissoptimierungen im Treppenhaus und andernorts wo in der Kubatur Luft und Substanz herausgenommen worden sei. Herr Gähler war eingeladen, um das Projekt Schulhaus Grüntal und seine Ideen und die Funktionalität anhand der Bilder und Pläne darzulegen. Er überzeugte die Anwesenden mit vielen Detailüberlegungen und dem funktionalen Bau, eingebettet in der Umgebung zu Spühl und Schwimmbad. Auch die Baugrundanalyse und daraus folgernd die Überlegungen dazu wurden nochmals angesprochen. Ein in sich harmonischer Bau mit drei unabhängigen Adressen für Primarschüler, Kindergärtler und Turnhallenbesucher sind in- und miteinander verbunden. Die verschiedenen Sichtweisen und Perspektiven von aussen nach innen bis hin zur Garderobennutzung in der Turnhalle waren erklärt und bestätigt worden. 

Daniel Worni bekräftigte die Standortwahl anhand des Verkehrsgutachtens aus dem Jahre 2007 und der Anpassungen der Folgejahre, welche eine Nutzung der Turnhallen auch an Wochenenden ohne weiteren Einfluss auf die Grüntalstrasse unterstrich. 

Nach der ausführlichen Debatte über das neue Schulhaus kamen die Punkte der Politischen Gemeinde zur Sprache. Gemeindepräsident Fredi Widmer führte durch den Voranschlag 2017 und bekräftigte, dass der Steuerfuss bei 
145 % bleibt. Anhand der laufenden Rechnung beleuchtete er einzelne Punkte zum Jahresergebnis und die Aussichten auf die kommende Entwicklung. Im Voranschlag 2017 nahm Widmer nochmals Bezug auf die Veräusserung des Sportplatzes und führte über zur geplanten Realisierung eines weiteren Kunstrasenplatzes mit integriertem Baseballfeld. Diese Verlegung des Sportplatzes wird gegen Fr. 1,6 Mio. betragen und muss noch eingezont werden. 

Im Projekt Oberwiesen vom 30. November 2015 wird die Kanalisation umgestellt und saniert, was im kommenden Jahr mit Fr. 1,3 Mio. zu Buche schlagen wird. Im Abschluss des EW wird nach Entnahme von Fr. 1 Mio. zu Gunsten der Gemeinde eine schwarze Null angestrebt. 

Der rollenden Investitionsplanung konnte entnommen werden, wann welche Vorhaben im Strassenbau geplant sind. Dabei wurde auf die Zentrumsüberbauung Oedenhof Rücksicht genommen. Die Sanierung Grünaustrasse wäre mit der Bahnhofstrasse eine zu hohe Belastung für die Bevölkerung, erklärte Widmer die terminliche Verschiebung. Die Anträge dazu folgen dann an der Bürgerversammlung. 

Am kommenden Samstag werden die Pläne zur Zentrumsüberbauung im Werkhof aufgelegt. Am Modell wird dann erklärt, was und wo neu entsteht. Die drei Anträge der Gemeinde werden die Bahnhofstrasse betreffen mit den Zufahrten zur Tiefgarage, die Verkehrsregelung Romanshornerstrasse und die Sanierung der Oedenhofstrasse. Als Weiteres ist die Verlegung des Studersilenbaches geplant. Dies wird in einer weiteren Etappe vorgelegt werden.
Die Ausgliederung des Alterszentrums Kappelhof soll in eine Aktiengesellschaft münden. Die Gemeinde kann damit die angestrebten Investitionen wie den Hausbau 4 als Leistungsauftrag übertragen. In der neuen Gesellschaft soll sie als Mehrheitseigentümerin weiterhin die Kontrolle behalten, jedoch von der marktwirtschaftlichen Flexibilität in der Operation profitieren können. Die Bildung der Aktiengesellschaft ist auf den 1. Januar 2018 vorgesehen. Die Abstimmung zur Verselbständigung wird am 12. Februar 2017 stattfinden.

Im Weiteren erklärte Fredi Widmer das neue ÖV-Konzept mit der Buslinie, welche die bisherige Postautolinie ab 2018 ersetzen wird. Neu wird eine Durchgangsverbindung vom Bahnhof Wittenbach bis nach Abtwil Säntispark im 
¼-Stunden-Takt angeboten. 

Zum Schluss kündigte Fredi Widmer eine weitere Informationsveranstaltung auf den 16. Januar 2017 an und dankte den Anwesenden für das grosse Interesse.

Text und Bilder: Alexander Fürer

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