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Informationsveranstaltung

Man hatte sich auch an diesem Montagabend mehr Bürger an der Informationsveranstaltung gewünscht, meinte Gemeindepräsident Fredi Widmer. Jetzt überlege man sich dies nur noch zu ausgesuchten wichtigen Themen anzubieten.

Aus dem Plenum war zuvor gewünscht worden aggressiver auf die Wichtigkeit und die jeweilige Thematik hinzuweisen. So erfuhren die wenigen Anwesenden das Vieles in Arbeit ist und was im abgelaufenen Jahr abgerechnet wurde. 

Für die Primarschulgemeinde erläuterte die Präsidentin Ruth Keller den Antrag des Schulrates zum Projekt Einheitsgemeinde mit der abschliessenden Empfehlung an die Bürgerversammlung das Projekt sei weiter zu verfolgen und eine Inkorporationsvereinbarung sei vorzulegen. «Das neue Führungsmodell ist gut eingeführt und die Schulleiter haben die operative Führung inklusive Personalführung übernommen», erklärte Ruth Keller. Die Verantwortung der strategischen Ausrichtung bleibe beim Schulrat. Die Jahresrechnung 2014 schloss die Primarschule, mit einem Finanzbedarf von Fr. 12'671’000.–, mit einem Plus von + Fr. 285'423.75 positiv ab. 

Gemeindepräsident Fredi Widmer konnte das Ergebnis der politischen Gemeinde mit einem Minus von
– Fr. 8'541.86 präsentieren. Der damit um Fr. 1 Mio. bessere Abschluss führt dazu, dass kein Eigenkapitalbezug notwendig wird. Im Weiteren erläuterte Fredi Widmer die markanten Aufwandposten. Namentlich waren dies die Pflegekosten die neu zu 100% der Gemeinde mit einem Anstieg um + Fr. 467'800 belastet werden sowie die Finanzielle Soforthilfe, die meist nicht zurückgefordert werden kann, mit einem Mehraufwand von + Fr. 302'900.– Ertragsseitig waren wiederum die ungenau planbaren Steuereinnahmen ausschlaggebend. Als Novum zeigte Widmer die erste eigene Rechnung des Alterszentrums wo das erwartete Ergebnis von – Fr. 755'362 stand. Die Elektrizitätsversorgung schloss um Fr. 558'208 besser ab und kehrte das Ergebnis ins Positive auf + Fr. 293'482. Gemäss Fredi Widmer darf der Anstieg der Nettoverschuldung pro Kopf von Fr. 1'731 (2012) auf Fr. 2'728 (2014) nicht ausser Acht gelassen werden zumal der kantonale Durchschnitt auf Fr. 1'225 (2013) lag. Das strukturelle Defizit gelte es zu reduzieren und das Entlastungsprogramm 2015 sei voranzutreiben, unterstrich er weiter. 


Zum Projekt Einheitsgemeinde empfiehlt der Gemeinderat das weitere Vorgehen in drei Vorgehensschritten. Als erstes werde an der kommenden Bürgerversammlung abgestimmt, damit das Projekt weiter verfolgt wird und den Bürgern später ein Vorschlag für eine Inkorporationsvereinbarung vorgelegt werden kann. Als Zweites wird eine Inkorporationsvereinbarung mit der Primarschule abgeschlossen und dem fakultativen Referendum unterstellt. Als Drittes wird ein Inkorporationsvertrag mit der Regionalen Oberstufe abgeschlossen und wiederum dem fakultativen Referendum unterstellt. Danach wird die neu angepasste Gemeindeordnung der Bürgerversammlung zur Abstimmung vorgelegt. Somit soll die Gemeinde zentral, einheitlich und vereinfacht geführt werden können. Im Weiteren wurden auch die Verkehrsplanung der Kantonsstrassen, das Projekt Oedenhof und die Umsetzung des Raumplanungsgesetzes von Fredi Widmer erklärt und über den aktuellen Stand informiert. 


Text: Alexander Fürer

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