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Das Alterszentrum Kappelhof soll eigenständig werden.

Der Wittenbacher Gemeinderat will das Alterszentrum Kappelhof aus der Gemeindeverwaltung ausgliedern und in eine gemeinnützige Aktiengesellschaft umwandeln. Durch die neue Rechtsform erhält das Alterszentrum unternehmerische Flexibilität und kann wettbewerbsfähig am Markt auftreten. Als Einzelaktionärin und durch eine Leistungsvereinbarung behält die Gemeinde weiterhin Einfluss auf das Alterszentrum. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger werden am 12.02.2017 über die Ausgliederung entscheiden können. 

Gesicherte Zukunft dank betriebswirtschaftlichen Rahmenbedingungen: Das Alterszentrum Kappelhof wird zurzeit als unselbstständig öffentlich-rechtliches Unternehmen geführt und ist somit Teil der Gemeindeverwaltung. Bei der Überprüfung der Rechtsform durch eine Projektgruppe zeigte sich, dass diese Organisationsform nicht mehr zeitgemäss ist. Längere Entscheidungswege und geringe Flexibilität schränken den unternehmerischen Gestaltungsspielraum ein. «Als Aktiengesellschaft erhält der Kappelhof betriebswirtschaftliche und organisatorische Selbstständigkeit und kann damit rasch und wettbewerbsfähig in diesem dynamischen Markt agieren», sagt Gemeindepräsident Fredi Widmer. 


Einfluss auf das Alterszentrum und Qualität des Angebots bleiben bestehen: Das Alterszentrum soll per 1. Januar 2018 in die Aktiengesellschaft «Alterszentrum Kappelhof AG» überführt werden. Die Gemeinde ist Mehrheitsaktionär der Aktiengesellschaft und schliesst mit dieser eine Leistungsvereinbarung ab. Darin sind unter anderem die Art der übertragenen Aufgaben und die geforderte Qualität der Leistungen geregelt. Als Mitglied im Verwaltungsrat nimmt der Gemeinderat weiterhin entscheidend Einfluss und kann somit die Interessen der Gemeinde wahrnehmen. Die Alterszentrum Kappelhof AG ist als gemeinnützige Aktiengesellschaft zu verstehen und nicht auf Gewinn ausgerichtet. Für die Bewohnerinnen und Bewohner hat die Ausgliederung aus der Verwaltung deshalb keinen Anstieg der Kosten oder Abbau der Leistungen zur Folge. Das Personal wird künftig privatrechtlich angestellt, wesentliche Veränderungen der Anstellungsbedingungen ergeben sich jedoch keine. 


Finanziell auf eigenen Füssen: Die Gemeinde stellt das
Aktienkapital von CHF 5‘000‘000.– und gewährt ein verzinsliches und rückzahlbares Darlehen von voraussichtlich
CHF 7‘300‘000.–. Die definitive Höhe des Darlehens richtet sich nach dem effektiven Geschäftsverlauf in den Jahren 2016 und 2017. Auf dem Grundstück des Alterszentrums besteht ein Baurecht, das der Aktiengesellschaft übertragen wird. Die jährlichen Baurechtszinsen von derzeit CHF 90‘648.– pro Jahr werden weiterhin von der Gemeinde Wittenbach getragen. Wie die Finanzplanung ab 2018 zeigt, kann damit der Betrieb kostendeckend geführt werden. «Das Alterszentrum soll finanziell selbsttragend sein, denn die Gemeinde übernimmt keine Betriebsdefizite mehr», so Widmer. 


Die Bürgerinnen und Bürger entscheiden: Sagen die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger am 12. Feb. 2017 «Ja» zur Ausgliederung des Kappelhofs, muss die Gemeindeordnung geändert werden. Darüber beschliesst die Bürgerschaft an der Bürgerversammlung. Die Abstimmung über die Ausgliederung betrifft den geplanten Ausbau des Alterszentrums um das Haus 4 nicht. Die Planung und Realisierung dieses Projekts würde in der Verantwortung des neu gewählten Verwaltungsrates liegen. Es ist jedoch vorgesehen, dass sich die Gemeinde Wittenbach an der Finanzierung beteiligt. 


Für Rückfragen stehen zur Verfügung: Fredi Widmer, Gemeindepräsident Wittenbach, 071 229 22 25


Text: Fredi Widmer, Bilder: Gemeinde Wittenbach

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