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Und wieder ist ein Konfirmations-Jahr vorüber …

Das Thema «Ich/Du/Wir» hat uns das ganze Konfirmations-Jahr begleitet. Während des Konf-Camps im April haben wir uns für das Thema der diesjährigen Konfirmation «Abenteuer Gemeinschaft» entschieden. Liegt es doch nahe, da wir während der Segel-Woche als Gemeinschaft zusammengewachsen sind und ein Abenteuer auf dem Ijsselmeer erlebt haben. 


Die gemeinsamen Dienstage nach dem Camp standen dann auch ausschliesslich im Zeichen der Vorbereitung für die Konfirmation selbst. Es wurden Gruppen gebildet, Inhalte ausgearbeitet, Lieder ausgesucht und Text und Melodie geprobt. Je näher der besagte Sonntag rückte, desto konkreter wurden die Inhalte. 


Doch nicht nur inhaltlich haben sich die Konfirmanden und das Team auf den grossen Tag vorbereitet; es mussten auch Kleider gekauft, Anzüge anprobiert, Krawattenknoten geübt und passende Schuhe gefunden werden, damit wir uns im besten Licht den Familien und der Gemeinde präsentieren konnten.


Der 26. Mai zeigte sich dann auch wettertechnisch von seiner besten Seite.


Um 9.00 Uhr trafen wir uns auf dem Vogelherd. Die letzten tontechnischen Checks wurden vorgenommen, die Urkunden bereitgelegt und die Osterkerze entzündet. Nach dem Gruppenfoto, das Ueli Bächtold auch dieses Jahr wieder geknipst hat, hiess es warten. Als die Glocken um 10.00 Uhr anfingen zu läuten, durften die Konfirmanden, feierlich angeführt von Bettina Mittelbach, endlich die Kirche betreten.


Nach einer herzlichen Begrüssung wurde uns die Geschichte der kleinen Schraube erzählt – wie wichtig eine einzelne kleine Schraube ist, wenn es darum geht, ein grosses Schiff vor dem Bersten zu bewahren.

Im Anschluss wurde uns in einem Gedicht, das von den Jugendlichen geschrieben und vorgetragen wurde, die Analogie zur kleinen Schraube aufgezeigt: Die Wichtigkeit des Einzelnen auf den Bestand und das Funktionieren der Gesellschaft.


Der Zusammenschnitt verschiedener Interviews, die eine Gruppe Konfirmanden mit Passanten in St. Gallen gemacht hat, hat den Gottesdienst aufgelockert. Darin wurden die Schwerpunkte «Gemeinschaft», «Abenteuer» und «Konfirmation» thematisiert. Eine Diashow mit Eindrücken aus dem Camp hat den Familien gezeigt, wie wir das Thema «Abenteuer Gemeinschaft» erlebt haben. 


Die Predigt selbst hatte die Passage «Seid fröhlich als Menschen der Hoffnung …» (Röm. 12a) beleuchtet.

Jedes Abenteuer fäng mit dem ersten Schritt an – mit den Füssen geht der Mensch durchs Leben, wird geleitet von Herz und Verstand. Manche Entscheidungen werden mit dem Bauch gefällt, schmerzende Körperteile durch andere Bewegungen entlastet und mit jedem weiteren Schritt findet der Mensch seinen Platz in der Gesellschaft. Und so wie die Reise mit einem Schritt anfängt, beginnt die Gemeinschaft mit einem Gedanken – wer bin ich, wohin möchte ich und wie finde ich meinen Platz unter all den anderen «ichs»? Wer seinen Platz in der Gemeinschaft gefunden hat, kann mit Zuversicht durch sein Leben gehen und diese Zuversicht auch weitergeben. Mit jedem Schritt als Mensch der Hoffnung zu einer Hoffnungs-Gemeinschaft.


Die Choreographie zur eigentlichen Konfirmation – an der Hauptprobe ausführlichst geübt – hat reibungslos funktioniert. Mit unterschiedlichen Segenssprüchen wurden die Jugendlichen in Kleingruppen konfirmiert.

Die Konfirmationssprüche, die ihnen von den Leitern zugesprochen worden sind, haben der formellen Handlung eine persönliche Note gegeben. 

Jedem Konfirmand wurde auch ein Anhänger mitgegeben. Die Gravur «Freundschaft» und «du bist besonders unter tausenden», soll sie auf ihrem Weg begleiten und sie an die gemeinsam erlebte Zeit erinnern.


Selbstverständlich wurden auch die Angehörigen während des Gottesdienstes nicht vergessen. Mit Rosen haben sich die Jugendlichen bei ihren Eltern, Gotti und Götti, im Speziellen bedankt. Ein schöner, sehr persönlicher Moment war auch, als zu Beginn der Konfirmationshandlung einige Eltern den Jugendlichen eigene Gebete zugesprochen haben.


Nach dem Fürbitte-Gebet und persönlichen Dankesworten wurde der Gottesdienst mit einem Gemeindelied beschlossen und durch den feierlichen Auszug der Konfirmanden beendet. 


Nach einer kurzen Verabschiedung von den Jugendlichen – das Essen mit der Familie hatte selbstverständlich Priorität – haben die Leiter die Kirche wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzt und sind ebenfalls miteinander Essen gegangen. 


Text: Stefanie Müller, Bilder: Ueli Bächtold

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