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Musik und Ulk: Die «Konkordia» vorne mit dabei

Genau richtig zum aufkommenden Sommer setzten fünf Musikvereine unserer Gegend auf leichte Kost: Korrekt gespielte Blasmusik, gewürzt mit humoristischen Elementen. Damit musste vor einer speziellen Jury und dem Publikum bestanden werden. 


Erfunden und organisiert hatte den Wettkampf der Musikverein Waldkirch aus Anlass seiner Uniformweihe am letzten Wochenende – einem mit viel Aufwand, Geschick und Herzblut inszenierten Grossanlass. Das «Kampfreglement»: Jeder der fünf eingeladenen Vereine spielte als erstes ein Wahlstück und setzte drei von fünf vorgeschriebene zusätzliche Schallquellen ein. Die »Konkordia» wählte ein Medley rund um «Strangers in the Night» und instrumentierte Flaschen, heulende Tierstimme und Treicheln kunstvoll-schräg hinein. Stück 2: Hier galt es, in ein kurzweiliges gestaltetes Stück einen der fünf Juroren, zugelost 45 Minuten zuvor, als Mitwirkende/n einzubauen, ohne dass Gewähr bestand, jemand mit Musikkenntnissen zugelost zu bekommen. Wir hatten das «Dschungelbuch» vorbereitet, mit Elefantenmarsch, Affen-Boogie und dem gemütlichen Bärentanz. Dazu marschierten Elefanten mit Kartonohren und Spiralschlauch-Rüssel sowie Bär und King Louis im Plüschkostüm auf die Bühne, in eine Dekoration hinein aus Urwaldpflanzen und herzigen bunten Spielzeugtieren. Dem zugelosten, stattlich gebauten Juroren schrieben wir die Rolle des Waisenkindes Mowgli zu, das sich auf Grund seiner Kindheit im Dschungel mit Tieren und Bäumen bestens auskennt. Perfekt übernahm Mowgli Christian Helfenberger die Rolle, tanzte erst tapsig, brachte dann Bewegung in die Szene und klaute gar den Taktstock des Dirigenten – führte das Orchester kurze Zeit und schloss dann mit einem wilden Tanzduett mit Affenkönig Louis ab. 


Ein Gaudi, sowohl für das Publikums als auch für die Mitspielenden, auch im Nachhinein, als für die beiden Beiträge der zweite Schlussrang heraussprang. Ähnlich spektakulär müssen die Beiträge der anderen Korps gewesen sein, in der Garderobe standen Steppenjäger in Baströcken, Sennenmädchen und Piraten zum Einsatz bereit, und immer wieder vernahm man aus der Dreifachhalle Gelächter und Applaus. Den Sieg trug Niederbüren davon – Musikgesellschaft mit nicht weniger als 50 InstrumentalistInnen, davon diesmal mehrheitlich Jugendliche. 


Die «Konkordia» hatte sich die Teilnahme lange überlegt und nur vorsichtig ja gesagt – nun, nach dem Fest – bereut wohl niemand mehr den Entschluss. 


Text und Bild: MGKW, H. Silberschmidt

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