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Jubiläumshauptversammlung 20 Jahre Interessengemeinschaft Schloss Dottenwil

Gut 70 Mitglieder und Freunde der IG Schloss Dottenwil trafen sich am 4. Mai 2018 zur Jubiläumshauptversammlung im Schloss Dottenwil. Den musikalischen Auftakt machte das Trio Crodino mit swingendem Jazz und Tangomusik. Die Co-Präsidenten Werner Hagmann und Peter Lorenz erstatteten für einmal nicht einfach über das vergangene Betriebsjahr Bericht. Aus Anlass der Geburtstage von Schloss (475 Jahre) und IG (20 Jahre) berichteten sie über die wechselvolle Geschichte des Schlosses seit 1543 und über die Aktivitäten der IG seit 1998. Das Schloss erlebte in den ersten 350 Jahren seines Bestehens über 30 verschiedene Eigentümer, bis die Politische Gemeinde es 1886 erwarb und bis 1997 – während 111 Jahren – als Bürger- und Altersheim nutzte. Ab 1998 verhalf dann die IG Schloss Dottenwil dem Schloss zu neuer Blüte und Würde und entwickelte es gemeinsam mit der Museumsgesellschaft zu einem Ort der Begegnung, der Musse und der Kultur und zu einem beliebten Ausflugsziel und zum Stolz der Gemeinde und der Region. 


Schloss Dottenwil ist ein nachhaltig erfolgreiches Projekt der Freiwilligenarbeit. Der Vorstand und die vielen Helferinnen und Helfer arbeiten nach wie vor unentgeltlich. Unzählige Arbeitsstunden werden so jährlich geleistet. Das Ergebnis darf sich sehen lassen: Schloss Dottenwil ist mit seinen vielfältigen kulturellen Aktivitäten, mit seinem Restaurationsbetrieb an den Wochenenden und mit dem Rebberg und dem schlosseigenen Wein zu einem Hotspot im kulturellen Leben der Gemeinde und weit darüber hinaus geworden.


Die Berichterstattung der Co-Präsidenten musste sich aus Zeitgründen auf einige Höhepunkte in der langen Entwicklung von Schloss und IG beschränken. Einen vertiefteren Einblick eröffnet die Jubiläums-Ausstellung im Nebenhaus, die von Fredi Zwickl kuratiert und umgesetzt worden ist; sie ist an den Wochenenden frei zugänglich.


Die Rechnung 2017 schloss markant besser ab als die Vorjahresrechnung. Statt eines erneuten Defizits konnte ein kleiner Gewinn von CHF 1‘400.– erwirtschaftet werden. Trotz dieser Verbesserung hatte sich der Vorstand im vergangenen Jahr eingehend mit der Finanzlage der IG auseinandergesetzt. Als Ergebnis wurde mit Blick auf das Jubiläumsjahr eine Partnerschaftsaktion gestartet, mit der eine stattliche Zahl von Firmen als neue Mitglieder, als Gönner und als Sponsoren gewonnen werden konnte. Damit wird die wirtschaftliche Situation der IG merklich gestärkt. Gönner und Sponsoren sind auf der Homepage der IG publiziert. Die Versammlung genehmigte die Rechnung einstimmig und erteilte dem Vorstand ebenso einstimmig Décharge.

Im Zusammenhang mit dem Jubiläum wurden bewährte gute Schlossgeister besonders geehrt, die seit Anbeginn und heute noch im Vorstand oder in besonderen Funktionen im Schloss mitarbeiten. Es sind dies Albert Etter, Gerold Huber, Heidi und Martin Rohrer, Heidi Suter und Fredi Zwickl. Die Versammlung dankte den Geehrten mit einem Präsent und grossem Applaus.


Der Gemeindepräsident, Fredi Widmer, selber Mitglied des Vorstandes der IG, bedankte sich bei allen Verantwortlichen und allen freiwilligen Helferinnen und Helfern im Namen des Gemeinderates für ihren grossen Einsatz. Als Ausdruck der Anerkennung ziert ein Bild des Schlosses die Titelseite der Amtsberichte zu den Jahresrechnungen der Gemeinde, und das Vorwort des Gemeindepräsidenten ist einleitend dem Jubiläum gewidmet.


Nach Abschluss der statutarischen Geschäfte hielt Dr. Hubertus Schmid, Präsident der gemeinnützigen Gesellschaft des Kantons St. Gallen, eine – wie er sie bezeichnete – «etwas andere Rede» zum Jubiläum. Er erzählte von einem Traum, in dem er als Ehrengast an der 50-Jahr-Feier der IG Schloss Dottenwil im Jahr 2048 teilnahm. Die Erfolgsstory von Schloss Dottenwil hatte sich seit dem 20-Jahr-Jubiläum erfreulich weiterentwickelt. Die inzwischen zum «Dottenwil Begegnungscenter» umbenannte IG war zum Leuchtturm des kommunalen zivilgesellschaftlichen Engagements in der Ostschweiz geworden. Erfolgsfaktoren dafür waren der verstärkte Einbezug junger Menschen und der Dorfvereine, die Nutzung der Scheune neben dem Schloss als Arbeits- und temporärer Wohnort für Künstler, der Fokus auf Kulturvermittlung, die markant höhere Zahl unentgeltlich mitarbeitender Helferinnen und Helfer; die Kraft des Geistes des Miteinanders und der Zusammenarbeit sei zur DNA von Wittenbach geworden. Ob und wie weit dieser Traum eine Vision oder eine Utopie sei, überliess der Festredner den Zuhörern und lud sie zum Nachdenken darüber ein. Selber zeigte er sich zuversichtlich, dass die IG dereinst in guter Verfassung das 50-Jahr-Jubiläum werde feiern können. Das Projekt Schloss Dottenwil und die IG lasse nun mit
20 Jahren ihre Jugend – die Pionier- und Reifephase – hinter sich und trete ins Erwachsenenalter, in die Reifephase, über. Hubertus Schmid gratulierte abschliessend im Namen der GGK der IG zum 20-Jahr-Jubiläum. Sie habe es erreicht, in den 20 Jahren eine Gemeinschaft zu schaffen, die zusammenarbeitend eine neue, gemeinsame Geschichte begonnen habe. 


Text: Werner Hagmann, Peter Lorenz

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