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Gedanken zu «Gedanken am Morgen»

Der «Gedanken am Morgen»-Frühlingsanlass vom Mittwoch, 15. Mai 2019, auf dem Vogelherd war diesmal ein besonderer, wie Monika Hutter in ihrer Begrüssung betonte, nämlich 20 Jahre = 40 Mal Gedanken am Morgen, getragen von einem treuen Team mit von Herzen kommendem Engagement.

Als Referentin sprach Frau Karin Härry, Bibliothekarin aus Aarau, zum Thema «Eigentlich bin ich ganz anders ... eigentlich sollte, müsste, möchte ich ...», und es wurde ein interessanter und spannender Vortrag. Was hindert uns daran, so zu sein, wie wir wirklich sind und zu tun, was wir tatsächlich möchten?


Viele Menschen denken zu viel darüber nach, was andere über sie denken, sie schliessen sich einer allgemeinen Meinung an, haben nicht den Mut zur Gegenrede, setzen falsche Prioritäten, neigen zu Perfektionismus, verleugnen sich selbst. Anhand anschaulicher Beispiele zeigte Frau Härry auf, wie und wie oft uns dieses «Eigentlich» im täglichen Leben als Stolperstein oder Hindernis begegnet. Dann sind Erklärungen, Entscheidungen und Handeln nötig; denn nicht die Dinge, die wir tun, erschöpfen uns, sondern die Dinge, die wir nicht tun.


Das bedeutet auch, meinen Standpunkt zu vertreten, klare und nicht vage Aussagen zu machen, damit auch andere meine Wünsche verstehen. Was haben z.B. Sterbende am Ende ihres Lebens am meisten bereut? Dass sie zu sehr die Erwartungen ihrer Mitmenschen erfüllt haben, dass sie zu viel gearbeitet und zu wenig an sich selbst gedacht haben, dass sie nicht mutig genug waren, öfter einmal Nein zu sagen – kurz, dass sie nicht glücklicher und zufriedener gelebt haben.

Was hindert uns daran, anders zu sein? Ist es Angst vor Verlust von Sympathie und Zuneigung? Angst, nicht mehr dazu zu gehören? Oder brauche ich immer Anerkennung? Gebe ich mir selbst zu wenig Bedeutung, werde ich schnell zum Bediensteten für andere. – Wir sind alle einmalige Geschöpfe, mit Talenten und Begabungen ausgestattet, und wir müssen unser Leben gestalten, so wie wir es vor uns und vor Gott verantworten können. Frau Härrys Rat: «Schmeisst das Eigentlich über Bord und lasst Euch nicht unterkriegen.»


Text: Ingrid Köthe

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