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Gedanken zu «Gedanken am Morgen»

Am Mittwoch, 12. September, fand im Kirchenzentrum Vogelherd wieder «Gedanken am Morgen» statt, diesmal mit Edith Wagen, Seelsorgerin aus Turbenthal, zum Thema «Kommunikationsflut – mittendrin und doch allein».


Nach der Begrüssung durch Monika Hutter und nachdem die Referentin sich vorgestellt hatte, ging es gleich mitten in das aktuelle Thema. Heute gibt es so viele Möglichkeiten der Kommunikation; hatte man früher kaum ein Telefon, so besitzen heute 98 % der Jugendlichen ein Handy. Man ist weltweit vernetzt durch PC, Internet, Skypen, Facebook, Whats App. etc., Online-Banking und Online-Shopping sollen den Alltag erleichtern. Die Digitalisierung hat unser Leben tiefgreifend verändert und schreitet immer weiter voran.


Neben vielen positiven Aspekten birgt diese Entwicklung aber auch Gefahren in sich, nämlich bei vielen Menschen das Abtauchen in eine virtuelle Scheinwelt mit Suchtgefahr, man verliert ein Stück Freiheit, gibt viel Persönliches von sich preis (Google weiss alles...) und kann in soziale Isolation und Einsamkeit geraten (z.B. durch Gamen). Der Mensch ist als soziales Wesen erschaffen, und wir müssen unterscheiden zwischen Alleinsein und Einsamsein. In der Schweiz gibt es ca. 1 Million Single-Haushalte, wobei viele Menschen gezwungenermassen allein leben (durch Scheidung oder Tod des Partners), andere freiwillig durch Beruf u.a. 


Manche Menschen können gut allein leben, andere leiden unter Einsamkeit, phasenweise bedingt z.B. durch Umzug an einen neuen Ort, Krankheit oder Scheidung, oder dauerhaft durch Alter, Altersheim, Kinder- oder Enkellosigkeit. Und dann ist da manche Einsamkeit unter Kindern und Jugendlichen ohne Geborgenheit. Jeder Mensch hat ein Urbedürfnis nach Nähe und Akzeptanz. Oft fehlen positive Vorbilder oder es herrscht Langeweile, dann ist es oft eine Flucht aus der realen in die virtuelle Welt.


Und schliesslich fehle vielen Menschen die Geborgenheit im Glauben, die Verbindung mit unserem Schöpfer, die innere Harmonie und Frieden geben. Ist diese Verbindung abgerissen, fühlt sich mancher «von Gott verlassen», beginnt zu zweifeln oder ihn gar abzulehnen. Und was kann man sonst noch gegen Einsamkeit tun? Freundschaften pflegen durch Kontakte und Einladungen; wir brauchen Gemeinschaft und «Freude, die wir geben, kehrt ins eigene Herz zurück».


Ingrid Köthe

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