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Begegnung mit Bischof Erwin Kräutler

Über 100 Personen waren am Freitag, 8. Dezember, in der Kirche St. Konrad in Wittenbach, um Bischof Erwin Kräutler zu hören. Eingeladen wurde er von der Spurgruppe Erwachsenenbildung der Seelsorgeeinheit «Alte Konstanzerstrasse». Kräutler erhielt 2010 den alternativen Nobelpreis, für seinen Einsatz zugunsten der indigenen Bevölkerung in Brasilien. 36 Jahre war er Bischof am Xingufluss in den Urwäldern Amazoniens, er, der im vorarlbergischen Koblach geboren wurde und auch heute noch so redet wie ein Vorarlberger. Er setzt sich unermüdlich für die Rechte der Indios ein. In der neuen Verfassung Brasiliens sind sie jetzt erwähnt und ihr Sprache und Kultur wird offiziell anerkannt. Auch als emeritierter Bischof, seit 2016, ist er immer noch aktiv gegen Grossgrundbesitzer, Konzerne, Bergwerkgesellschaften und die Holzindustrie, die den Indios und dem Amazonasurwald an den Kragen wollen. Das gibt Gegenreaktionen. So ist er 1987 knapp einem Mordanschlag entgangen und seit 2006 steht er in Brasilien immer unter Polizei-schutz. Mut ist etwas, das viele an ihm bewundern. Kräutler gab Papst Franziskus Impulse für seine Umwelt-Enzyklika «Laudato si». Ebenso wichtig wie der Einsatz für die Indios, ist der Einsatz für den Regenwald im Amzonas. Denn wenn es keinen Regenwald mehr gibt, merken wir das hier in Europa sehr gut.


Text und Bild: Alexander Burkart

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